Unsere Gemeinde steht vor wichtigen Entscheidungen. Bei den Finanzen. Beim Schulraum. Bei anstehenden Investitionen. Und bei der Zukunft unserer Gemeindeverwaltung.
Ich kandidiere für das Gemeindepräsidium, weil ich meine Erfahrung aus Unternehmertum, Führung und Kommunikation dort einbringen möchte, wo sie unserer Gemeinde nützt.
Dabei wird nicht alles Wünschbare machbar sein. Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen:
Diese Fragen möchte ich gemeinsam mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und der Bevölkerung beantworten.
Mit Augenmass, klaren Prioritäten und dem Willen, das Machbare auch tatsächlich zu machen.
An verschiedenen Anlässen in der Region war ich schon als Musiker und Entertainer zu erleben. Musik gehört seit vielen Jahren zu meinem Leben.
Dabei geht es häufig um Situationen, in denen es nicht nur auf Fachwissen ankommt: schwierige Gespräche, Auftritte vor Geschäftsleitungen, Entscheidungen unter Druck, Konflikte oder die Frage, wie man Menschen klar und glaubwürdig führt.
Ich arbeite dabei auch mit Führungskräften auf Geschäftsleitungs- und C-Level.
Diskretion gehört zu meinem Beruf. Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb man im Dorf von dieser Seite meines Lebens wenig mitbekommt.
Von 1994 bis 2007 arbeitete ich im Handels- und Logistikunternehmen meiner Eltern. In diesen Jahren wuchs das Unternehmen von 4 auf rund 50 Mitarbeitende und erreichte einen Jahresumsatz von rund 12 Millionen Franken.
Ich übernahm zunehmend Führungsverantwortung – für Mitarbeitende und Teams, Strukturen und operative Abläufe, Unternehmens-Software und Digitalisierung, Grosskunden sowie weitere Bereiche des Unternehmens. In den letzten Jahren führte ich das Unternehmen als Geschäftsführer und gehörte dem Verwaltungsrat an.
In diesem Unternehmen habe ich Führung von Grund auf gelernt: nicht im Lehrbuch, sondern in der täglichen Verantwortung für Menschen, Kunden und einen funktionierenden Betrieb.
Jeden Monat zahlten wir pünktlich um die 200'000 Franken Nettolöhne aus. Dieses Geld musste Monat für Monat tatsächlich verfügbar sein – zusätzlich zu Sozialleistungen und allen anderen Verpflichtungen des Unternehmens.
Unternehmerische Verantwortung wurde für mich dadurch sehr konkret: vorausdenken, Verpflichtungen im Blick behalten und dafür sorgen, dass eine Organisation finanziell handlungsfähig bleibt.
Anfang der 2000er-Jahre leitete ich grosse IT-Projekte: Unter meiner Leitung banden wir Grosskunden wie Migros und Coop über EDI direkt an unser Unternehmens-System an. Für ein Unternehmen unserer Grösse waren das erhebliche Investitionen und anspruchsvolle Projekte, die unsere Abläufe grundlegend veränderten.
Digitalisierung hiess damals noch selten so. Die Aufgabe war aber dieselbe wie heute: neue Möglichkeiten verstehen, sinnvoll investieren und Menschen, Prozesse und Technik zusammenbringen.
Die Jahre haben mir aber auch die andere Seite des Unternehmertums gezeigt. Das Unternehmen expandierte stark. Gleichzeitig veränderte die Globalisierung unseren Markt grundlegend: Grosse Kunden kauften zunehmend direkt bei den Herstellern ein und unser bisheriges Geschäftsmodell geriet unter Druck.
Das operative Geschäft wurde schliesslich verkauft; die verbleibende Gesellschaft wurde im Rahmen eines Nachlassverfahrens liquidiert.
Auch diese Erfahrung gehört zu meiner beruflichen Geschichte. Sie hat meinen Blick auf Wachstum, finanzielle Stabilität und unternehmerische Risiken nachhaltig geprägt.
Seit 2008 bin ich selbständig.
Heute begleite ich vor allem Führungskräfte in anspruchsvollen beruflichen Situationen. Dazu gehören auch Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen wie Swisscom, Ypsomed, BASF oder Galenica.
Meine Aufgabe besteht nicht darin, ihnen fertige Antworten zu liefern.
Ich höre zu. Ich analysiere. Ich stelle Fragen. Ich widerspreche auch einmal. Und ich helfe dabei, aus einer schwierigen Situation einen gangbaren nächsten Schritt zu machen.
Diese Art zu arbeiten prägt auch mein Verständnis von politischer Führung.
Daneben unterrichte ich an Wirtschaftsschulen. Meine Themen sind unter anderem Kommunikation, Präsentation, Führung, Arbeitsmethodik und Selbstmanagement.
Menschen verständlich zu informieren, unterschiedliche Sichtweisen aufzunehmen und komplizierte Dinge auf ihren Kern zu reduzieren, gehört seit vielen Jahren zu meiner täglichen Arbeit.
Andere können manches besser über mich sagen als ich selbst.
Hier kommen eine Handvoll Menschen zu Wort, die mich aus der Zusammenarbeit kennen – als Sparringpartner und Geschäftspartner.
„(...) Besonders wertvoll und hilfreich waren die praxisnahen Status-Simulationen mit Reto Sollberger zum Umgang mit dominanten Verhandlungspartnern. Sehr zu empfehlen.“
Dr. med. Tobias Schütz | Facharzt für Chirurgie und Spezialisierte Traumatologie | Solothurn
„Herr Sollberger hat im 1:1-Einzeltraining ganz genau verstanden, welches meine Herausforderungen sind und er hat mir die passenden Lösungen einleuchtend, anschaulich und kompetent vermittelt.“
Dr. Martin Wachinger | Projektmanager, Management-Berater | Höhenkirchen-Siegertsbrunn | D
„Ich habe die Stelle erhalten - der Verwaltungsrats-Präsident fand meine Präsentation brillant. Auch wenn es nicht geklappt hätte: Das Coaching mit dir hätte ich keine Sekunde bereut. Du hast so viel bewirkt - beruflich wie persönlich."
Leiterin Rechtsangelegenheiten, börsennotierter Schweizer Konzern
"Reto ist ein hellwacher, kluger und fokussierter Gesprächspartner, der seine Themen souverän beherrscht. Bei kritischen Rückfragen reagiert er offen, und sein Humor macht es vergnüglich, von seinem immensen Wissen zu profitieren. (...) Ich empfehle ihn und seine Arbeit rückhaltlos und voller Überzeugung.
Sebastian Pape | Konfliktcoach | Bremen | D
"Reto Sollberger und ich arbeiten seit rund zehn Jahren zusammen. Ich schätze an ihm, dass er wirklich zuhört, sich auf eine Sache einlässt und zuverlässig umsetzt, was wir vereinbaren. Er macht seine Hausaufgaben – das klingt banal, ist es aber nicht. Gleichzeitig denkt er weit voraus und erkennt oft früh, welche Entwicklungen wichtig werden könnten. Und bei aller Ernsthaftigkeit kommt der Humor nie zu kurz. Über die Jahre ist aus der Zusammenarbeit deshalb ein sehr persönliches und vertrauensvolles Verhältnis entstanden."
Andreas Burde | SEO-Experte | Zorneding | D
Während rund 20 Jahren war ich im Turnverein Kaufleute Solothurn engagiert, auch in verschiedenen Leitungsfunktionen, etwa als Technischer Leiter und als Präsident der Aktivriege. Und ein bisschen sportlicher Ehrgeiz war auch dabei: Mit unserer Aktivriege wurden wir bei den Minitramp-Sprüngen mehrfach Vize-Schweizermeister.
Ich kenne deshalb aus eigener Erfahrung, was Vereinsleben bedeutet: Menschen investieren freiwillig Zeit, übernehmen Verantwortung, organisieren Anlässe und schaffen Gemeinschaft.
Vereine bringen Generationen zusammen und leisten sehr viel, was man nicht einfach in Franken und Arbeitsstunden messen kann.
Dieses Engagement verdient Wertschätzung und gute Rahmenbedingungen.
Auch darüber hinaus habe ich mich ehrenamtlich engagiert, unter anderem während 9 Jahren in der kantonalen Kulturförderung, als Leiter der Fachkommission Musik.
Lüsslingen und Nennigkofen haben ihre eigene Geschichte und Identität. Menschen haben unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Vorstellungen.
Das gehört zu einer lebendigen Gemeinde.
Als Gemeindepräsident wäre es nicht meine Aufgabe, es allen recht zu machen. Meine Aufgabe sehe ich darin, zuzuhören, Interessen sorgfältig abzuwägen und gemeinsam mit dem Gemeinderat Lösungen zu entwickeln, die wir gegenüber der ganzen Gemeinde verantworten können.
Ich kandidiere unabhängig von einzelnen Interessengruppen für das ganze Lüsslingen-Nennigkofen.
Handlungsspielraum erhalten: Zuerst müssen wir wissen, wo wir tatsächlich stehen: Welche Verpflichtungen bestehen? Welche Investitionen kommen auf uns zu? Und welchen finanziellen Spielraum haben wir?
Für mich gehören Investitionen und Folgekosten zusammen.
Ziel ist eine solide, vorausschauende Finanzpolitik, die unserer Gemeinde auch künftig Handlungsspielraum lässt.
Das Notwendige zuerst: Wasserleitungen und andere Teile unserer Infrastruktur müssen laufend erneuert werden. Aber nicht alles kann gleichzeitig gemacht werden.
Deshalb braucht es nachvollziehbare Prioritäten:
Wie dringend ist eine Investition? Was bringt sie? Welche Folgekosten entstehen? Und wie finanzieren wir sie?
Pflicht vor Kür.
Neu denken. Tragfähig lösen: Nach der Ablehnung des bisherigen Projekts braucht die Schulraumplanung einen sauberen Neustart.
Für mich steht dabei keine bestimmte bauliche Lösung im Voraus fest.
Zuerst müssen Bedarf und bisherige Grundlagen überprüft werden. Danach braucht es nachvollziehbare Varianten mit transparenten Kosten und Konsequenzen.
Die Betroffenen sollen früh einbezogen werden.
Das Ziel ist eine zeitgemässe und bezahlbare Lösung, die im Dorf breit getragen werden kann.
Wissen sichern. Nachfolge vorbereiten: Mit der bevorstehenden Pensionierung unserer langjährigen Gemeindeschreiberin steht eine wichtige Veränderung an.
Dabei geht es um weit mehr als die Besetzung einer Stelle.
Wissen und Abläufe müssen dokumentiert werden. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit zu prüfen, wie Aufgaben, Kompetenzen, Prozesse und allenfalls die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden künftig organisiert werden sollen.
Wichtig ist ein geordneter Übergang, bevor wertvolles Wissen verloren geht.
Ein Gemeindepräsident muss aus meiner Sicht nicht überall selbst im Mittelpunkt stehen.
Er muss dafür sorgen, dass die wichtigen Themen rechtzeitig auf den Tisch kommen.
Er muss zuhören können. Gute Fragen stellen. Unterschiedliche Interessen zusammenbringen. Prioritäten setzen. Entscheide ermöglichen. Und darauf achten, dass Beschlossenes auch umgesetzt wird.
Der Gemeinderat trägt die politische Verantwortung gemeinsam. Eine leistungsfähige Verwaltung braucht klare Zuständigkeiten und den nötigen Handlungsspielraum.
Führung bedeutet für mich nicht, alles selbst zu machen.
Führung bedeutet, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass das Richtige geschieht.
… bin ich häufig zu Fuss unterwegs. Ich bezeichne mich gerne als "ambitionierten Spaziergänger" – Feld, Wald und Wiesen sind mein bevorzugtes Trainingsgelände.
Meist gehe ich bewusst alleine. Das sind meine One-Man-Sitzungen: Irgendwann wird der Kopf frei, die Gedanken sortieren sich und neue Ideen und Lösungen kommen fast von selbst.
Meine Frau, Béatrice Bader Sollberger, ist sportlicher unterwegs: Sie reitet. Zu unserem Haushalt gehören neben uns beiden ein Pferd, zwei Katzen und zwei Schildkröten.
Wir leben gerne in Nennigkofen. Wir mögen die Ruhe, die Landschaft und das Dorfbild mit seinen Bauernhäusern und Hofstätten. Gleichzeitig schätzen wir die Nähe zu Solothurn und die gute Verkehrsanbindung.
Wir beide lesen viel. Meine Frau auch beruflich – sie ist Autorin, Kunstschaffende und Fachlehrerin Gestalten. Bei mir sind es vor allem Zeitungen – meistens online und aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Nur die ZEIT kommt noch ganz klassisch auf Papier ins Haus. Dieser grosse, dicke Zeitungsbund ist jede Woche aufs Neue eine kleine Herausforderung.
Wir mögen Gespräche, bei denen man einander wirklich zuhört. Ein gutes Gespräch in kleiner Runde liegt mir oft mehr als der grosse gesellschaftliche Auftritt.
Was vielleicht überrascht, wenn man mich als Musiker kennt: Von Natur aus bin ich eher introvertiert. Auf einer Bühne zu stehen fällt mir trotzdem leicht. Ich mache seit über dreissig Jahren Musik, davon rund zehn Jahre professionell. Heute spiele ich wieder vor allem aus Leidenschaft.
Und Humor gehört für mich unbedingt zum Leben. Am liebsten in seiner leisen, beobachtenden Form. Loriot, Gerhard Polt und Helge Schneider mag ich gerade deshalb: Sie schauen sehr genau hin, wenn Menschen sich allzu menschlich verhalten
Ich lebe gerne hier.
Unsere Gemeinde braucht keine grossen Versprechen.
Sie braucht einen klaren Blick auf das, was vor uns liegt. Einen vernünftigen Umgang mit unseren finanziellen Möglichkeiten. Gute Zusammenarbeit. Und den Willen, notwendige Entscheidungen auch tatsächlich anzupacken.
Dafür kandidiere ich.
Reto Sollberger | Kandidat für das Gemeindepräsidium Lüsslingen-Nennigkofen | Mit Augenmass und Verantwortung.
Infoanlass in der Pfarschüür: Mittwoch, 4. November 2026
Hofuren 284 | 4574 Nennigkofen | 079 708 27 75 | reto.sollberger@bluewin.ch